WordPress.com vs. WordPress.org: Unterschied und Optionen

Eine Website mit WordPress hat viele Vorteile. Ähnlich klingende Portale WordPress.com und WordPress.org bieten grundsätzlich unterschiedliche Optionen für Eure zukünftige Website. 

WordPress wurde seit Jahren zum beliebten CMS weltweit. Kein Wunder, dass deren Verbreitung, starke Community sowie weitere Vorteile für Euch genug überzeugend waren, um eigene Website mit WordPress erstellen zu wollen. Bei einer WordPress-Website handelt es sich nicht immer um dasselbe: WordPress.com und WordPress.org stehen für zwei Wege, eine Website mit WordPress zu erhalten.

WordPress.com als Blog-Plattform

WordPress.com wurde von Entwicklern des beliebten Open Source-CMS als eine Plattform fürs Bloggen gegründet. Der Dienst stellt das Hosting für Blogs bereit und übernimmt  für ihre Nutzer die Wartung und Sicherheit. Euch werden 4 Leistungspakete angeboten. Wenn Ihr wenig Webspace und keinen benutzerdefinierten Domainnamen braucht, könnt Ihr diesen Service absolut gratis nutzen. Dabei werdet Ihr keine Möglichkeit haben, das Design und Funktionalität Eures Blogs anzupassen. Diese Plattform ist mit dem Google’s Service Blogger zu vergleichen, aber Euch stehen mehr vorinstallierte Themes zur Verfügung. Im Rahmen des kostenpflichtigen Pakets könnt Ihr jedoch Designs erweitern.

WordPress.org - Anlaufstelle der WordPress-Community

Bei WordPress.org geht es um nicht kommerzielle Website, wo WordPress zum kostenlosen Herunterladen verfügbar ist. Diese Software solltet Ihr selbst hosten und installieren. Im Vergleich zu WordPress.com geht das mit einem höheren Aufwand einher. Das gilt insbesondere für Einsteiger.

Was wäre für Euer Projekt besser: ein selbst gehosteter Blog oder ein Blog auf WordPress.com? Jetzt lasst uns beide Möglichkeiten im Detail betrachten.

WordPress.com: Für und Wider

Mit WordPress.com startet Ihr eigenen Blog ohne Übertreibung am schnellsten und am einfachsten. Das Einrichten einer Website erfolgt in wenigen Schritten und ist mit der Registrierung in sozialen Netzwerken vergleichbar. Ihr solltet euch nur anmelden und einen Domain-Namen auswählen. Das ist alles. Eure neue Website ist einsatzfertig. WordPress.com ist eine sicher funktionierende Blogging-Plattform, die sich um den Schutz Eurer Website und Inhalte kümmert. Wenn auch Eure Website gehackt wird, lässt sie sich problemlos aus Sicherungen wiederherstellen, die das System regelmäßig ausführt.

Beim gratis-Tarif bekommt Ihr einen Domainnamen, der etwa wie “eure-domainname.wordpress.com” aussehen wird. Nicht einzigartig, aber kostenlos. Als Premium-Nutzer darf man einen Domainnamen ohne  “wordpress.com” auswählen. Das kostet etwa 20$. Ihr solltet beachten, dass benutzerdefinierte Domainnamen viel teurer als -.com- und .net-Versionen kosten. 

Eines der großen Argumente für wordpress.com liegt darin, dass Ihr bis zu 3 GB Webspace kostenlos bekommt. Ihr könnt diesen Speicherplatz für Euren Blog verwenden. Wenn Ihr aber eines Tagen beschließt, den Hosting-Provider zu wechseln, werdet Ihr Euch damit recht viel Mühe geben, die Website umzuziehen.

Geschäftsbedingungen  von wordpress.com werden leider von vielen Nutzern nicht gelesen. Bevor Ihr euch für diese Plattform entscheidet, solltet Ihr es unbedingt wissen:

  • WordPress.com hält sich vor, die Werbung in Eurem Blog einzublenden. Mit eigenen WordAds zu verdienen wäre es nur schwierig: Eure Website muss über 25.000 Zugriffe pro Tag verzeichnen. Wie hoch ist der Gewinnanteil, der WordPress.com gehört? Satte 50 Prozent!
  • Mit dem kostenfreien Plan ist das Dateien-Bearbeiten per FTP und cPanel nicht möglich. Wenn Ihr den Plan für 30$ kauft, könnt Ihr nur die CSS-Dateien Eurer Website bearbeiten. Hält Ihr es jetzt für kein Problem, wird diese Einschränkung Euch in der Zukunft höchstwahrscheinlich stören.
  • Ihr dürft nur Plugins oder Themes einsetzen, die von WordPress.com empfohlen werden. Die Verwendung anderer Vorlagen wäre durchaus unmöglich. Somit gibt es keine Voraussetzungen, Funktionalitäten und Layouts Eures Blogs wie gewünscht zu erweitern.
  • Ihr seid für alle Aktivitäten auf Eurer Website verantwortlich. Das heißt, wenn Ihr in irgendeiner Weise gegen Benutzerrichtlinien verstoßen, kann die Website ohne jede Erklärung gesperrt werden. Auch wegen eines unangemessenen Kommentars kann Eure Website, in die Ihr viel Zeit und Mühe investiert habt, verloren gehen.

Es sei gesagt, dass sich ein Blog auf wordpress.com jedoch in einigen Fällen empfehlenswert wäre, wenn Ihr nur Inhalte teilen möchtet und keinen großen Wert auf benutzerdefiniertes Design oder kreative URL legt. Schließlich geht es um die schnellste Blog-Erstellung und einfaches Bearbeiten.

Pro und Contra für WordPress.org

Einerseits hat ein selbst gehosteter WordPress-Blog einen wesentlichen Nachteil: Ihr müsst alles selbst installieren. Andererseits bieten viele seriöse Hosting-Provider wie z.B. Bluehost eine schnelle Installation aller gängigen Website-Engines.  So werdet Ihr damit keine Schwierigkeiten haben. Mit WordPress.com braucht Ihr euch gar keine Gedanken über die oben erwähnten  Einschränkungen zu machen. Das Wichtigste, was Ihr mit einer selbst gehosteten Website erhalten, ist die vollständige Kontrolle über Euren Daten. Ihr entscheidet, wann und wie Eure Website gesichert werden soll. Ihr könnt alle Dateien bearbeiten, hinzufügen oder ersetzen. Ohne zusätzliche Kosten zahlen zu müssen werdet Ihr einen Zugriff auf Eure CSS- und PHP-Dateien haben. Euch stehen Plugins und Designs für WordPress von verschiedenen Anbietern zur Verfügung.

Welchen Weg sollte man wählen?

WordPress.com und selbst gehostete WordPress-Websites lassen sich für unterschiedliche Zwecke verwenden. Habt Ihr schon ausgereifte Ideen, die im Web präsentiert werden können? Dann solltet Ihr gründlich das Für und Wider abwägen, bevor Ihr euch für diese oder jene Variante entscheiden.

Mit WordPress lassen sich seit langem nicht nur Blogs, sondern auch Firmen-Homepages, Onlineshops und andere Website-Typen umsetzen. Themenspezifische WordPress Themes helfen Euch das Erscheinungsbild für Eure zukünftige Website zu bestimmen. Schaut Euch unsere Sammlung an!



Olga Kulmann

Olga Kulmann ist Mitglied des deutschen Marketer-Teams von TemplateMonster. Ihr Interessenkreis umfasst von Online-Marketing über E-Commerce bis hin zum Webdesign. Olgas Anliegen ist es, die Blogleser mit besten Erfahrungen und geprüftem Expertenwissen in diesen Bereichen vertraut zu machen. Olga auf Facebook.